Was ist Inklusion?

Inklusion bedeutet das gemeinsame Leben und Aufwachsen von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Grundgedanke dabei ist, dass jede Person einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten kann – Ob die Person eine Behinderung hat, oder nicht. Die Individualität jedes Einzelnen steht dabei im Fokus. Nicht die Behinderung oder Beeinträchtigung von Personen oder Personengruppen. Darüber hinaus bedeutet es das Lernen voneinander. Jede Person, auch Menschen mit Behinderung haben Wissensressourcen, die für die Gesellschaft relevant sein können. Jede Person hat Fähigkeiten, die für die Gesellschaft von Wert sein könnten. Insofern gilt es, Menschen mit Behinderung mehr zu Wort kommen zu lassen und sich damit auseinanderzusetzen, was Sie mitzuteilen haben.

Inklusion

Wo findet Inklusion statt?

Verschiedene Dimensionen sind hier vorgesehen. Im Kindergarten und in der Schule, wo Kinder mit und ohne Behinderung zusammen mit- und voneinander lernen. Im Berufsalltag, wo Menschen mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten und Unternehmen sich verpflichten, Menschen mit Behinderung bei bevorzugt einzustellen und zu fördern. Oder aber auch im öffentlichen Räumen wie Bürgerämtern, U-Bahnen und Theatern. Hier gilt es, die Bedingungen barrierefrei zu machen. Das bedeutet zum Beispiel, dass jede U-Bahn-Station einen Fahrstuhl haben sollte. Oder aber auch, dass Bibliotheken Medien für Sehbehinderte und gehörlose Menschen anbieten.

Inklusion in den Medien

Wichtig ist, dass Menschen mit Behinderung auch in den Medien repräsentiert werden. Und zwar nicht mit Fokus auf ihre Behinderung, sondern als das, was sie in erster Linie sind: Menschen. Denn auch Menschen mit Behinderung können eine Meinung zu Themen wie Fußball, Politik oder den neusten Modetrends haben. Durch ihre angemessene Repräsentation in den Medien kann ein wichtiger Schritt dazu gegangen werden, dass Inklusion gelingt. Denn die Medien kommt eine wichtige Rolle zu Gute, wenn es um das Bild von Menschen mit Behinderung geht. Wie sie in den Medien repräsentiert werden, welche Rollen und Attribute ihnen zugeschrieben werden, wird sich letztendlich auch auf ihre Wahrnehmung in der Gesellschaft auswirken. Noch oft gibt es bestimmte stilisierte Bilder, die in den Medien auf Menschen mit Behinderung projiziert werden. So etwa das Bild von hilflosen Menschen, die verzweifelt sind. Oder aber von Menschen, die ihre Behinderung heldenhaft meistern. Jedoch ist eine normale, alltagsnahe Repräsentationsweise erstrebenswert.

Die rechtlichen Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen wurden 2006 in der UN-Behindertenrechtskonvention von den vereinten Nationen festgelegt. Von hundertsiebzig Staaten besiegelt, wurden hier die Rechte von Menschen mit Behinderung anerkannt. Darüber hinaus verpflichteten sich die Staaten, dass sie zum Gelingen der Inklusion verschiedene Mittel und Maßnahmen ergreifen werden. Deutschland war einer der ersten Staaten bei der Unterzeichnung. Seitdem sind viele Maßnahmen initiiert worden. Allerdings ist Inklusion ein fortschreitender Prozess, und nicht von einem auf den anderen Tag umsetzbar.

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Wo besteht der Unterschied zur Integration?

Gelegentlich werden beide Begriffe synonym verwendet. Dennoch besteht ein Unterschied zwischen ihnen. Bei der Integration wird der Fokus immer noch auf die Behinderung von Menschen gerichtet. Sie bleiben damit eine Subgruppe mit bestimmten „Defiziten“ oder „Abweichungen“ innerhalb der Gesellschaft . Bei der inklusiven Gesellschaft liegt jedoch das Augenmerk auf den individuellen Fähigkeiten jeder einzelnen Person. So könnte beispielsweise eine blinde Person gut kochen, oder eine Person mit Autismus eine herausragende Forscherin sein. Es gilt, die Individualität jedes Einzelnen zu erkennen, wertzuschätzen und zu fördern.

Wie sieht die Zukunft aus?

Bis wir in einer komplett inklusiven Gesellschaft leben, ist noch einiges an Arbeit zu tun. Dabei sind laut UN-Behindertenrechtskonvention alle gefragt. Die Medien, Unternehmen, Schulen, die Politik sowie jede einzelne Person. Auch die Technik kann einen Beitrag zur inklusiven Gesellschaft leisten. Durch Hilfsmittel werden Gebäude und öffentliche Räume allen Menschen zugänglich gemacht. Und durch digitale Technik erhalten alle Menschen, ob mit oder Behinderung, Zugriff auf Medien. Es ist fürwahr kein einfacher Schritt, aber wenn alle mit anpacken, werden wir bald in einer inklusiven Gesellschaft leben, in der jede Person gleichrangig anerkannt wird und ihren individuellen Beitrag zur Gesellschaft leisten kann.

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